Wilde Möhre 2017

 

Da unser gemeinsamer Traum ein  eigenes Festival zu organisieren wohl doch aus verschiedenen Gründe noch etwas zu groß schien und wir     bisher auch keinen passenden Raum gefunden hatten, kam uns der Aufruf des Festivals „Die wilde Möhre“ nach Kollektiven, die Interesse        an Mitgestaltung haben, sehr gelegen. Ende 2016 bewarben wir uns aufgeregt dafür, einen eigenen Floor gestalten zu dürfen. Dies       erschien als die perfekte Möglichkeit, in bereits geschaffenen Strukturen ein eigenes, größeres Projekt zu stemmen und unsere eigenen     Grenze des Möglichen ein wenig höher zu schieben.

Die Freude war deshalb umso größer, als klar wurde, dass wir den Sommer in Göritz verbringen  und jenseits der Zivilisation unsere Zeit     mit bauen und gestalten verbringen würden. Anfang Juli bis Mitte August verbrachten wir in wechselnder Besetzung auf dem entstehenden Festivalgelände. Wir zeigten uns von unserer besten (chaotischen, kreativen) Seite: viele vorher entstandenen Ideen wurden wieder über    den Haufen geworfen, neu gedacht, nochmal umgedacht und verfeinert. Am Ende entstand das Mammutprojekt ein circa 5m-langes, begehbare, Holzschiff zu bauen, dass das Aushängeschild unseres Floors „Kraut und Rüben“ werden sollte. Darüberhinaus zimmerten wir ein DJ-Pult aus    Holz, eine gemütliche Kinolandschaft, Sitzmöglichkeiten, bastelten allerlei Deko kram und verlegten etliche Meter an Stromkabeln.

Am Ende bleiben mehr als vier Wochen, in denen wir vom Team der „Wilden Möhre“ herzlichst aufgenommen wurden und uns schnell als Teil      dessen fühlten und eine Menge schöner Erinnerungen. Ausserdem konnten wir viel über Strukturen und Aufbau einer Festival-Organisation     lernen und unser know-how nachhaltig verbessern. Auch wir als Gruppe lernten viel über uns selber und lernten uns in diesen arbeitsintensiven Wochen nochmal von ganz anderen Seiten kennen. Natürlich durfte neben der Arbeit auch die Zeit für Spiel und Spass     nicht fehlen und so genossen wir die Abende am Lagerfeuer oder am benachbarten Badesee.

Als Resultat der ganzen Arbeit entstand ein Floor, der sich unserer Meinung nach sehen lassen konnte. Wir alle waren stolz auf das    Ergebnis und schwelgen auch noch heute in den schönen Erinnerungen der gemeinsamen Zeit. Vor allem der Sonntag, an dem unter anderem     „Grober Unfug“ unseren Floor in ein schaukelndes Disco-Boot verwandelten, stellte unsere Belohnung dar, und alle angesammelte Anspannung     und Aufregung wurde gemeinsam weggetanzt. 

Link: https://wildemoehrefestival.de/